GUTE Inhaltsstoffe

Was hat es mit GUTEN Inhaltstoffen auf sich?

 Das will ich euch hier erklären: Die Inhaltsstoffe sind das A und O was Pflege betrifft. Egal ob es sich um Haut-, oder Haarpflege handelt. Selbst die beste und teuerste Creme nützt rein gar nichts, wenn sie Inhaltstoffe enthält, die euch mehr schaden als helfen. Ihr denkt, solche Stoffe sind doch dann  in den „Guten“ Cremes gar nicht erst drin? Aus eigner Erfahrung kann ich euch sagen: Ihr würdet euch wundern! Ich habe mich also in den letzten Jahren darauf spezialisiert meine Cremes und mein Makeup nach ihren Inhaltsstoffen auszusuchen und nicht mehr auf die Werbeverspchen auf der Verpackung zu hören.

Was ist die Inci-Liste?

Die Inci-Liste ist die Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe und wird mit Inci (engl. „International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) abgekürzt. Sie ist unser entscheidenendes Hilfsmittel bei der Suche nach den richtigen Produkten! Sie ist die Liste mit den Inhaltsoffen, meist auf der Rückseite der Produkte, auf der die Hersteller gesetzlich verpflichtet sind, ganz präzise aufzulisten, welche Stoffe sie für ihre  Produkte verwendet haben. Diese Liste ist nach der Menge, der in ihr enthaltender Stoffe sortiert. Sprich, das was als Erstes dort zu lesen ist, dass ich mengentechnisch am meisten im Produkt enthalten. Und wenn jetzt Alcohol an zweiter Stelle der Inci-Liste steht, besteht das Produkt neben Wasser am meisten aus Alcohol – und das ist schelcht! Und wie! Warum das schlecht ist, könnt ihr bei den schlechten Inhaltsstoffen (weiter unten im Text) nachlesen. Dort stelle ich euch alle Inhaltstoffe vor, die wir meiden werden. Im Gegenetil dazu könnt ihr bei den guten Inhaltsstoffen (auch weiter unten im Text) alle kennen lernen, die wir gerne in unseren Cremes haben möchten. Euch werden auf meinem Blog daher nur Produkte begegnen, die GUTE Inhaltsstoffe haben. Oder ich erzähle euch von Negativbeispielen.

11141181_10204231053724357_131541017560152748_n
Foto: Ferdinand Jendrejewski

Den Inhaltsstoffen ist es letztlich auch egal welcher Hauttyp ihr seid. Sie wirken wie sie wirken und jede Haut braucht sie, egal ob fettig, trocken oder gemischt.  Oft offenbaren Inhaltstoffe auch erst nach Jahren ihren schlechten Einfluss. Falten die verfrüht auftreten, Pickel, die nicht weggehen wollen, Rötungen, Spannungen, eine müde, erschlaffte Haut…alles Spätfolgen von falscher Pflege, bzw. einer Pflege mit nicht förderlichen Inhaltstoffen. Wie geht der Spruch? Vorsicht ist besser als Nachsicht? Wie Wahr, wenn es um Hautpflege geht! Kümmert euch also JETZT und in 20 Jahren werden eure Freunde euch fragen, warum ihr immer noch so ausseht wie eh und je.

Alles eine Frage der richigen Pflege!

 

Hier zeige ich euch meine Top 10 der GUTEN Inhaltsstoffe!

 

Die Liste aller GUTEN und verträglichen Inhaltsstoffe ist natürlich unendlich lang, deswegen zeige ich euch hier die Top 10, die meiner Meinung nach am liebsten in einer Creme drin sein dürfen, von der Haut und  Körper einfach am meisten profitieren können und nach denen wir in unseren Cremes Ausschau halten sollten. Los geht’s:

1. Allantoin
Vielfalt pur! Es fördert den Zellaufbau und Wundheilung, beschleunigt die Zellregeneration, wirkt reizlindernd, glättet rissige/raue Haut und verbessert die Feuchthaltefähigkeit. Außerdem ist Allantoin keratolytisch, das bedeutet, es hilft der Haut die Hornschicht zu lösen. Dies ist wiederum hilfreich bei Akne und unreiner Haut.


2. Ceramide
Sie sind wundervolle kleine Helfer, um die Schutzfunktion der Haut aufrecht zu erhalten, indem sie die Lipidbarriere der Haut stärken. Sie bilden eine Schutzschicht, die die Haut vor äußeren Reizen und Wasserverlust schützt. Diese Barriere ist Grundvoraussetzung für eine starke, gesunde Haut, denn wenn die Hautbarriere geschwächt ist, haben Noxen leichtes Spiel in die Haut einzudringen und dort Reizungen, Pickel, Ausschläge und sonstiges Chaos anzurichten. Außerdem verliert die Haut durch eine schwache Barriere schnell Wasser. Dadurch erschlafft sie dann, wird trocken und altert schneller.

Noch mehr darüber auf Beyer&Söhne


3. Glycerin
Ist ein Bestandteil des eigenen Körpers, wirkt hautglättend und sowohl feuchtigkeitsbewahrend als auch feuchtigskeitsspendend. Super!  Aber Vorsicht: Bei Konzentrationen über 30% innerhalb der Creme bewirkt Glycerin leider wieder das Gegenteil: dann trocknet es unsere Haut aus. Solltet ihr also eine Creme finden, bei der Glycerin direkt an zweiter Stelle der Inci Liste steht, informiert euch lieber noch einmal mehr über die Zusammensetzung der Creme!


4. Hyaluronsäure
Ihr Inci Name: Hyaluronic Acid. Auch Hyaluronsäure ist ein Bestandteil des körpereigenen Bindegewebes und ein großartiger Stoff für feuchtigkeitsarme Haut, denn Hyaluronsäure kann große Mengen Wasser binden, sodass die Haut prall und glatt aussieht. Falten – aufwiedersehen! Weiter ist sie feuchtigkeitsbewahrend, pflegend, straffend und bildet einen Film auf der Haut, der die Hornschicht der Haut vor dem Austrocknen bewahrt.


5. Niacinamide
Nennt man auch Vitamin B3 und ist mein absoluter Liebling! Es wirkt durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, schützt vor Feuchtigkeitsverlust und regt die Zellerneuerung an. Dadurch lindert Vitamin B3  Akne, Aknenarben und Rötungen und verbessert gleichzeitig das Hautbild. Es wird feiner und Fältchen werden gemildert. Dies kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen!


6. Panthenol
Ein wahrer Alleskönner! Auch Vitamin B5 genannt. Es wirkt heilungsfördnernd, indem es die Produktion von Hautzellen anregt. Dadurch kann unser Körper bei Verletzungen schnellstens neue Haut bilden. Außerdem wirkt Panthenol entzündungslindernd und stabilisiert geschädigte Hautbarrieren. Es verbessert Hautelastiztät und Hautfeuchte und ist somit auch als AntigAging Stoff beliebt. Zuletzt ist noch erwähnenswert, dass Panthenol beruhigend auf gestresste und gereizte Haut wirkt und somit vorbeugend auch bei Hautkrankheiten wie Psoriasis, Neurodermitis und Rosazea eingesetzt werden kann.

Noch mehr darüber auf Beyer&Söhne


7. Q10 (Coenzym 10)
Der Inci Name lautet Ubichinone. Es ist ein körpereigener Bestandteil und stimuliert die Zellerneuerung, stärkt das Bindegewebe und fängt freie Radikale ab, die unsere Haut zum altern bringen. Es sorgt also für eine elastischere Haut und kann die Bildung von Falten etwas verlangsamen.

Noch mehr darüber auf: Beyer&Söhne


8. Retinol
Mein aktueller Favourit, noch vor Niacinamiden! Weitere Namen: Vitamin A1, Axerophthol, Retinyl Palmitate. Es fördert vor allem die Zellkommunikation, was bedeutet, dass es den Körper auffordert neue, jüngere, gesunde Zellen zu produzieren. AntiAging pur! Poren werden verfeinert, Sonnenschäden und Fältchen werden gemildert. Es festigt das Bindegewebe, schützt vor freien Radikalen, reguliert die Verhornung der Haut und regt die Wundheilung an.

Noch viel mehr darüber auf: Super-Twins


9. Vitamin C
Weitere Namen: Ascorbic Acid, Ascorbyl Glucoside, Acidum Ascorbicum, E 300. Eine weitere Wunderwaffe gegen Hautalterung. Sie hemmt den Abbau von Kollagen, sie schützt unser Hautbarriere und kann Sonnenschäden mildern. Außerdem ist sie ein großartiger Helfer im Kampf gegen Pigmentflecken und Pickelmale. Aber Vorsicht: Auch hier müssen wir wieder auf die Konzentrationen acht geben. Wir brauchen mindestens 10% damit es überhaupt wirkt. Je höher die Konzentration dann ist, desto stärker die Wirkung. Vitamin C ist allerdings ein wenig zickig in der Verträglichkeit. Denn Vitamin C muss einen sauren PH-Wert haben damit es wirkt, dies erhöht aber das Risiko für Irritationen, sprich eure Haut muss sich erstmal an das Vitamin C gewöhnen.Tastet euch daher langsam heran und benutzt die Creme mit einem hohen Vitamin C Anteil anfangs vielleicht nur jeden zweiten Tag, wenn ihr merkt, dass eure Haut austrocknet, schuppig wird oder sich gereizt anfühlt.  Mit der Zeit wird es dann aber besser und besser werden. Und dann macht sie wirklich einen spitzen Job!

Noch viel mehr darüber auf: Super-Twins


10. Vitamin E
Inci Name: Tocopherol. Auch ein absolut wundervoller Inhaltsstoff! Mit Vitamin E können wir uns auch direkt von unseren Falten verabschieden. Es wirkt in tieferen Hautschichten entzündungshemmend, gegen Hautalterung, Faltenbildung und Altersflecken. Außerdem  verbessert es die Hydratisierung der Hornschicht, beseitigt kleine Fältchen, glättet die Haut und macht sie  widerstandsfähiger gegenüber äußeren Noxen. Auch UV-Srahlen kann unsere Haut durch Vitamin E besser verkraften. Als letzter Bonus wird Vitamin E im Gegensatz zu Vitamin C hervorragend vertragen! Es wirkt selbst in hohen Konzentrationen nicht irritierend, reizend oder allergisierend. Mit Vitamin E kann man einfach nichts falsch machen!

 

Wenn es GUT gibt, muss es auch SCHLECHT geben…

 

Daher stelle ich euch hier meine „Flop“ 8 an Inhaltsstoffgruppen vor, die wir besser meiden sollten und von denen unsere Haut definitiv nicht profitiert. Ich werde diese Auflistung natürlich so aktuell halten wie es geht und auch immer wieder neue Stoffe hinzufügen, wenn ich welche finde, die wir auch lieber meiden sollten.


1. Alkohol
Ethanol, Alcohol, Alcohol denat., Ethyl Alcohol, Methanol, Isopropyl Alcohol, SD Alcohol, Benzyl Alcohol

Der Witz ist, der reine Alkohol wird auf sämtlichen Analyse Seiten als gar nicht so besonders schlimm deklariert, weil er vorwiegend als Konservierungsstoff verwendet wird und in Gesichtswassern sogar damit geworben wird, dass da Alkohol drin. Das liegt daran, dass der Alkohol fettige und zu Unreinheiten neigende Haut erfrischt, desinfiziert und entfettet. Allerdings gibt es hier schon den ersten Haken; denn bei Konzentrationen über 30% wirkt der Alkohol nicht mehr nett, sondern extrem reizend und austrocknend. Jetzt kommt der Zweite Haken: Da Alkohol in Deutschland versteuert werden muss, ist er dementsprechend kostenintensiv. Daher wird gerne auf Alcohol denat. zurück gegriffen. Das ist „billiger“ Alkohol. Genauer gesagt, er ist vergällt. Das bedeutet, ihm wurden Stoffe zugefügt, die Geschmack und Geruch verändern, sodass er ungenießbar wird. Und das meine Lieben, ist für unsere Haut der Sensenmann in Creme-Form! Bitte, bitte, bitte, macht einen großen Bogen um alles, was Alcohol Denat. beinhaltet! Es ist wie reines Gift für unsere Haut! Ich habe viel gelesen, was den Inhaltsstoff Alkohol angeht und ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass ich auch den reinen Alkohol nicht in meinen Produkten haben möchte. Der Alkohol entfettet gnadenlos. Er fegt alles von eurer Haut, was er kann, einfach alles! Und da liegt das Problem. Er entfernt auch die guten Fette, die unsere Haut braucht um ihre Schutzbarriere aufrecht zu erhalten, er löscht jegliche Feuchtigkeit, alle Stoffe, die diese Feuchtigkeit bewahren und alle Stoffe, die die Haut anregen ihren Job gut zu machen – er löscht alles! Dadurch trocknet die Haut Stück für Stück aus, es werden keine neuen Zellen produziert, denn alle dazu anregenden Stoffe wurden ja ausgelöscht. Die Haut vegetiert also langsam vor sich hin. Auch verliert sie ihre Barriere, als Folge trocknet sie aus, kann sich nicht mehr vor Wind und Wetter schützen, wird mehr und mehr gereizt und die Zellen sterben eine nach der anderen ab…bis eine juckende, gereizte,  trockene Haut übrig bleibt, die innerhalb kürzester Zeit um 20 Jahre gealtert zu sein scheint…danke, für mich muss das nicht sein! Aus eigener Erfahrung kann ich euch hier die heftige Wirkung von Alkohol berichten! Ich dachte ich tue meiner Haut etwas Gutes, es stand schließlich „für trockene und sensible Haut“ auf der Verpackung. Mit Alkohol an zweiter Stelle der Inci-Liste war das aber völlig unmöglich. Hätte meine Haut anfangen können zu weinen, hätte sie es sicher getan. Fortan achtete ich auf alle meine Inhaltsstoffe.

Aber: Auch hier muss man wieder in der Konzentration unterscheiden. Steht der Alkohol, oder Alcohol denat. an einer der letzten Positionen, können wir uns fast sicher sein, dass die Konzentration nur noch in etwa 5% beträgt. Und diese Menge verdunstet laut den Super-Twins beim Kontakt mit Luft – sprich beim Auftragen. Das könnte ich dann gerade noch vertreten.

Zweites Aber: Man darf den bis hierher genannten schlechten Alkohol nicht mit dem Guten verwechseln. Oft werdet ihr auch solche Namen auf den Listen lesen: Stearyl Alcohol, Lanolin Alcohol, Hexyldecanol, Octyldodecanol, Behenyl Alcohol, Isocetyl Alcohol, Lauryl Alcohol, Acetylated Lanolin Alcohol,  Arachidyl Alcohol, Batyl Alcohol. Das sind alles Fettalkohole, also nicht erschrecken! Sie sind gut! Sie fungieren quasi als Schmiermittel, halten unsere Haut weich und geschmeidig und sorgen dafür das die Feuchtigkeit gehalten werden kann. Das ist super!


2. Aluminium Salze
Auf der Inci Liste erkennt man die Aluminumsalze immer daran, dass vorher ein „Aluminum“ steht, z.B. Aluminum Isostearate – also ganz einfach! 😉 Besonders in Deos sind sie in den letzten Jahren in Verdacht geraten, dass sie krebserregend sind. Seitdem meiden viele Leute sämtliche Deos in denen Aluminumsalze drin sind. Auf einer Seite von der Apotheken Umschau konnte ich im Internet lesen, dass dieser Zusammenhang wissenschaftlich eigentlich noch gar nicht bewiesen ist. Trotzdem stand direkt im Nachsatz, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) trotzdem dazu geraten hat, den Konsum zu reduzieren. Aluminum gibt es auch z.B. in Lippenstiften, dann fungiert es als Farbpigment, aber selbst dazu hieß es, dass die Konzentration an Aliuminum Salz immer noch im tolerierbaren Bereich läge, wenn man seinen Lippenstift komplett abschneiden und essen würde…ihhh welch Gedanke! Fazit? Aluminumsalze sind zugegebenermaßen für mich ein großartiger Stoff in Deos. Nur MIT den Salzen funktioniert ein Deo bei mir wirklich gut. Da es aber Alternativen gibt, werde ich den Stoff meiden so gut es geht – auch in meinen Deos! Ausschluss jeglicher Risiken, kann ja nicht schaden 😉


3. Duftstoffe (Parfum)
Alpha-Isomethyl Ione, Benzyl Alcohol, Benzyl Salicylate, Citral, Citronellol, Geraniol, Hexyl Cinnamal, Linalool, Limonene

Allen voran natürlich das „reine“ Parfum. Wichtig hierbei zu wissen ist, dass „Parfum“ bloß ein Sammelbegriff für alle Duftstoffe ist, die enthalten sind und die nicht deklarationspflichtig sind. Die oben genannten müssen dagegen extra deklariert werden. Da aber Allergiker ja nicht zwangsläufig gegen alle Duftstoffe allergisch sind, ist es enorm schwierig für Betroffene eine passende Creme zu finden. Nicht umsonst gehören Duftstoffe zu den 20 häufigsten Allergieauslösern. Das schlimmste: Sie sind enorm hautreizend! Juckende, gerötete Haut, Ausschläge, tränende Augen…die Symptomliste ist lang. Besonders sensible Haut verträgt sie oft nicht, selbst wenn eigentlich gar keine Allergie besteht. Stelle ich mir jetzt eine Augencreme vor, die stark beduftet ist, graust es mir davor, was meine Augen durchmachen.


4. Konservierungsstoffe
Formaldehyd, Triclosan

In aller Kürze: Formaldehyd wird eingesetzt, weil es die Bildung von Mikroorganismen verhindert. Es ist als krebseregend eingestuft, darf in Konzentrationen aber in Konzentrationen von 0,05 % und 0,2 % noch eingesetzt werden. Für mich unverständlich! Hinzu kommt, dass es zellschädigend und allergisierend ist. Welch Teufelszeug! Triclosan verhält sich ganz ähnlich. Erlaubte Höchstkonzentration beträgt o,3 % und 0,2 % für Mundwasser. Auch das ist für mich unverständlich, denn Triclosan ist toxisch, kann krebserregende Nitrosamine bilden, ist Eiweiß- und erbgutverändernd und ist allergisierend.


5. Mineralöle
Mineral Oil, Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystallin Wax, Ozokerit, Ceresin, Vaseline

Wusstet ihr, dass Mineralöle aus Erdöl hergestellt werden? Wir schmieren uns Erdöl ins Gesicht! Allein dieser Gedanke ist es Wert auf Mineralöle zu verzichten.Sie werden eingesetzt, weil sie enorm kostengünstig sind und in der Regel keine Allergien auslösen.  Außerdem braucht die Industrie weniger Konservierungsstoffe, da Mineralöl nicht so schnell ranzig wird. Durch das Mineralöl, bildet sich eine dicke Schicht auf der Haut, die jeglichen Wasserverlust sofort stoppt. Die Folge: Die Haut fühlt sich weich und gesund an. Der Haken: Diese Schicht bringt alles zum erlahmen. Sie dichtet die Haut komplett ab und lässt nichts mehr durch. Alle Regenerationsprozesse stoppen und wir erzielen  das Gegenteil von dem was wir wollen: Die  Haut trocknet aus und es bilden sich Falten ohne Ende. Weiter unterbindet es die Hautatmung, ist komedogen (das bedeutet es fördert die Bildung von Pickeln, Mitessern und Unreinheiten) und kann sich in Leber, Niere und Lymphkoten anreichern. Deutlich bessere Alternativen bieten pflanzliche Öle. Also nein Danke Mineralöl!


6. Parabene
Calcium Paraben, Hexamidine Paraben, Potassium Paraben, Methylparaben, Propylparaben,  Ethylparaben, Butylparaben

Eine für mich ganz gruselige Inhaltsstoffgruppe! Ursprünglich werden sie als Konservierungsstoffe eingesetzt. Da sie von ihrer Struktur her dem weiblichen Hormon „Östrogen“ sehr ähneln, stehen sie im dringenden Verdacht hormonaktiv zu sein und in den Hormonhaushalt des Nutzers einzugreifen. Außerdem behindern sie die Enzymaktivität der Haut  und werden auch jedesmal in Brustkrebstumoren nachgewiesen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung misst den Parabenen trotzdem nur eine geringe Toxizität bei. Gleichzeitig gehören sie zu den Top 20 der häufigsten Allergieauslöser. So richtig wissenschaftlich bewiesen ist das alles nicht, aber die Fakten sprechen für sich. Besonders weil Parabene nicht zwangsweise in unserer Kosmetik drin sein MÜSSEN, fällt mir die Entscheidung nicht schwer, einfach auf sie zu verzichten. Auch hier steht euch die Entscheidung natürlich frei.

Mehr darüber zu lesen auf Beyer & Söhne


7. Silikone
Dimethicone, Methicone, Polysiloxane, Cyclomethicone

Sie haben den meisten sofort Effekt und sind daher beliebt, bei Herstellern, die mit Werbeversprechen wie “ Ein sichtbarer Erfolg schon nach drei Anwendungen“ werben. Und es ist tatsächlich so. Silikone legen sich als unsichtbare Schicht auf unsere Haut, haben einen weichzeichnenden Effekt, lassen Fältchen unsichtbar erscheinen, füllen grobe Poren und machen die Haut geschmeidig. Doch das alles ist nur ein Effekt von kurzer Dauer. Längerfristig betrachtet, verstopfen sie durch die Schicht auf unserer Haut, wichtige Stoffwechselprozesse. Andere Stoffe können z.B. nicht mehr in die Haut eindringen, werden blockiert. Verwendet man Silikon in Schampoos, werden die Haare erstmal schön weich, aber dann bekommt man zusätzlich das Problem, dass sich das Silikonöl nicht auswaschen lässt. Die Schicht Silikon wird also dicker und dicker, solange bis die Haare schwer werden und auch hier keine „guten“ Stoffe mehr wirken können.


8. Tenside/Emulgator
Öl und Wasser lassen sich ja bekanntlich nicht mischen. Öl schwimmt immer oben, wenn man es versucht. Durch die Tenside ist das jedoch möglich. Mit Emulgatoren auch. Grundsätzlich also eher positiv, denn diese Fähigkeit wird vor allem in Schampoos gerne genutzt, um Fett- und Schmutzpartikel einfacher vom Körper und aus den Haaren zu entfernen (z.B. nachdem wir viel geschwitzt haben). In unseren Cremes bilden sie die wichtigste Grundlage, um fetthaltige Hautcremes herzustellen. Schön und gut. Der Haken? Es gibt nicht nur milde Tenside, sondern auch solche, die richtig übel reizen und unsere Haut irritieren. Viele Menschen reagieren mit Hautunverträglichkeiten, in Form von Ausschlägen, jucken, Rötungen, Schwellungen…Bei Emulgatoren ist das Problem, dass sie auch auf der Haut weiter emulgieren, nachdem sie Wasser und fett gebunden haben. Beim waschen wird dann alles Fett der Haut einfach weg gespült. Immer und immer wieder. Die Haut trocknet dadurch systematisch aus. Sie tragen für gewöhnlich PEG in der Bezeichnung oder enden auf “-eth”, wie z.B. Ceteareth-8.

Zurück zu den Tensiden: Hier ein Überblick, den ich von Kosmetik-Check habe (März 2012, vom 26.05.16):

Nicht/kaum irritierend: Coco Glucoside, Decyl Glucoside, Disodium Cocoyl Glutamate, Laurdimonium Hydroxypropyl Hydrolyzed Wheat Protein, Lauryl Glucoside, Sodium Cocoamphoacetate, Sodium Cocoyl Glutamate, Sodium Cocoyl Hydrolyzed Wheat Protein Glutamate, Sodium Cocoyl Hydrolyzed Wheat Protein, Sodium Lauryl Glucose Carboxylate & Lauryl Glucoside, Sodium Lauroamphoacetate

mäßig irritierend: Cocamidopropyl Betaine, Disodium Cocoamphodiacetate, Disodium Laureth Sulfosuccinate, Sodium Coco Sulfate

irritierend: Ammonium Lauryl Sulfate, Sodium Laureth Sulfate, Sodium Lauryl Sulfate, Sodium Lauryl Sulfoacetate, Sodium Myreth Sulfate

Quellen:

Advertisements

57 Gedanken zu “GUTE Inhaltsstoffe

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s